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Äcker, Ackerwildkräuter

Ackerwildkräuter werden auch oft als Ackerbegleitflora bezeichnet. Ihre Zusammensetzung und Häufigkeit ist abhängig vom Klima und der Bodenbeschaffenheit, aber auch von der Art der Landbewirtschaftung. Intensive Bodenbearbeitung hat die mehrjährigen Unkräuter vom Acker entfernt. Grenzertragsstandorte wie die Kalkscherbenäcker auf flachgründigen Muschelkalkstandorten fallen aus der Nutzung heraus, da sie für die Landwirtschaft zu geringwertig sind. Die Ackerwildkräuter bereichern jedoch die botanische Vielfalt.

Gewöhnlicher Ackerkohl (Conringia orientalis)

Er wird auch als Weißer Ackerkohl bezeichnet. Sein Vorkommen ist in Mitteleuropa ziemlich selten. Der Gewöhnliche Ackerkohl ist einjährig, erreicht eine Wuchshöhe von 10 - 60 cm und blüht von Mai - Juli. Er wächst in Getreide- und Schuttunkrautgesellschaften und bevorzugt warme, trockene und kalkreiche Böden.

Blauer Gauchheil (Anagallis foemina)

Foto Blauer GauchheilEr ist einjährig und wächst 3-5 cm hoch. Der Blaue Gauchheil ist in Deutschland nur im mittleren und südwestlichen Gebiet häufiger, ansonsten ist er sehr selten oder fehlt ganz. Er wächst in Getreideunkrautgesellschaften auf trockenen, warmen, kalkreichen, meist lehmigen Böden.


FeldritterspornFeld-Rittersporn (Consolida regalis)

Er ist eine einjährige Pflanze, die 20 - 50 cm hoch wird und von Mai bis August blüht. Der Feld-Rittersporn ist in Mitteleuropa selten geworden (Herbizideinsatz, intensive Bodenkultivierung). Er wächst in nährstoffreichen Getreideäckern, an Wegsäumen, auf Trockenplätzen, auch auf Kalk. Er wird als gefährdet eingestuft.


Kornrade (Agrostemma githago)

Sie ist ein Ackerwildkraut, das in Mitteleuropa nur noch selten anzutreffen ist, sie gehört zu den gefährdeten Pflanzen. Die Kornrade ist eine einjährige Pflanze, die bis zu 1 m hoch wächst. Früher war sie in Getreideäckern, Brachen und Ödland häufig. Die moderne Saatgutreinigung hat ihre Verbreitung unterbrochen. Sie liebt mäßig basen- und stickstoff- salzhaltigen, trockenen Boden.

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