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Muschelkalkgebiet Harraser Leite / Lange Berge

Dieses Kerngebiet hat eine Größe von 3.916 ha und ist teilweise Naturschutz- und FFH-Gebiet sowie ABSP-Umsetzungsprojekt.

Aufgrund extensiver Landnutzung (Wanderschäferei) entwickelten sich auf einer Länge von ca. 23 km Trocken- und Magerlebensräume. Der Lauterberg ist dabei eines der größten und wichtigsten Halbtrockenrasengebiete in Bayern. Der Muschelkalkzug vernetzt als großräumige Biotopbrücke die nordwestlich angrenzenden Trockenlebensräume des Oberen Werratals in Thüringen und der Mainfränkischen Platten im Westen mit den südöstlichen Jurakalkgebieten der Fränkischen Schweiz.

Herausragende Lebensräume sind Trespen-Schwingel-Kalktrockenrasen, Formationen von Wacholder (Juniperus communis) auf Kalkrasen, Waldmeister-Buchenwälder, Orchideen-Buchenwälder, Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald, Schlucht- und Hangmischwälder sowie seltene Ackerwildkrautgesellschaften (Caucalido-Adonidetum). Im Gebiet leben Mopsfledermaus und Bechsteinfledermaus, Mittel- und Grauspecht, Heidelerche, Neuntöter, Wendehals und Steinschmätzer sowie die Schlingnatter. Bemerkenswert ist das Vorkommen der Rotflügeligen Schnarrschrecke. Die Kalk-Scherbenäcker der Langen Berge sind Lebensraum der Kornrade (Agrostemma githago), des Ackerkohls (Conringia orientalis) und des Rispen-Lieschgrases (Phleum paniculatum). In den Laubwäldern sind mehrere Fundorte des Frauenschuhs (Cypripedium calceolus) und von bundesweit vom Aussterben bedrohten Großpilze hervorzuheben. Bemerkenswert sind Laubmischwälder mit ausgedehnten Märzenbechervorkommen. 

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Magerrasen Bockstadter Flur Grenzstreifen auf der Harraser Leite
Magerrasen Bockstadter Flur Grenzstreifen auf der Harraser Leite
(Foto: Christoph Unger)






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