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Rodachtal

Das Kerngebiet "Rodachtal" hat eine Fläche von 1.350 ha und ist teilweise Naturschutz-, FFH und SPA-Gebiet sowie ABSP-Umsetzungsprojekt.

Entlang der Rodach erstreckt sich ein durchgehendes Wiesenband, bis zu 1 km breit, mit ausgedehnten Nass- und Feuchtwiesen. Weitere wertvolle Lebensräume sind feuchte Hochstaudenfluren, magere Flachland-Mähwiesen und Reste von Erlen- und Eschenwäldern. Es konnten stabile Brutpopulationen von Bekassine, Blau- und Braunkehlchen nachgewiesen werden. Weißstorch, Rohrweihe, Wachtelkönig, Tüpfelsumpfhuhn, Eisvogel, Grauammer und Wiesenweihe brüten hier ebenfalls. Sumpfschrecke und Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling leben in den Feuchtwiesen. 

In der Rodach wurde die Nase und eine kleinere Population der Bachmuschel (Unio crassus) nachgewiesen. Die ehemalige Tongrube Muggenbach beherbergt die größte oberfränkische Population der Gelbbauchunke und zahlreiche gefährdete Hautflügler (z.B. die neu für Bayern entdeckte Grabwespe Psen exaratus) und Laufkäfer. Im Rodachtal zwischen Niederndorf und Gemünda sind die Feuchtlebensräume eng verzahnt mit an den Hängen befindlichen Magerrasen und extensiv genutzten, mesophilen (Streuobst-)Wiesen. Diese Trockenlebensräume stellen wertvolle Habitate für Arten wie z.B. Wendehals, Wegerich-Scheckenfalter (Melitaea cinxia), Rotflügeliger Schnarrschrecke (Psophus stridulus) und Mohnbiene (Osmia papaveris) dar.

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Eisvogel Wiesenweihenberingung
Eisvogel
(Foto: Christoph Unger)
Wiesenweihenberingung
(Foto: Christoph Unger)



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